
Ramayana: Rise of a Legend im Kino: Starke Effekte, aber uns hat der Film nicht gepackt
Wir waren im Kino und haben uns Ramayana: Rise of a Legend angesehen. Die Effekte sind richtig stark, aber der Film hat uns einfach nicht gecatcht. Unser Eindruck: Man fühlt ihn wohl nur, wenn man mit der indischen Kultur aufgewachsen ist.
Ramayana: Rise of a Legend läuft seit dem 5. November 2026 auch in deutschen Kinos, und wir haben uns den Film angeschaut. Unser Fazit vorweg: Optisch ist das ganz großes Kino, als Geschichte hat er uns aber nicht abgeholt. Wir saßen drin, haben gestaunt und uns trotzdem gelangweilt.
Worum geht es in Ramayana: Rise of a Legend?
Der Film ist der erste Teil einer zweiteiligen Verfilmung des Ramayana, eines der wichtigsten Epen Indiens. Regie führt Nitesh Tiwari, produziert hat Namit Malhotra mit Prime Focus Studios, zusammen mit Monster Mind Creations von Hauptdarsteller Yash. Ranbir Kapoor spielt Rama, Sai Pallavi spielt Sita, Yash ist Ravana, Sunny Deol spielt Hanuman und Ravie Dubey spielt Lakshman. In Deutschland bringt Sony Pictures den Film ins Kino, teils auch auf Hindi mit englischen Untertiteln. Der zweite Teil soll folgen.

Die Effekte von Ramayana: wirklich stark
Das muss man dem Film lassen: Er sieht teuer aus, und zwar im besten Sinne. Für die visuellen Effekte war das Studio DNEG zuständig, gedreht wurde für IMAX, und das merkt man. Die großen Bilder, die Welten und die Kämpfe wirken auf der Leinwand beeindruckend. Wer Lust auf ein Spektakel mit gewaltigen Bildern hat, bekommt hier einiges geboten. Visuell spielt Ramayana in einer Liga, die man aus Indien bisher selten gesehen hat.
Warum uns der Film trotzdem nicht gecatcht hat
Das Problem lag für uns woanders: Der Film war für uns sehr, sehr langweilig. Trotz der Effekte sind wir emotional nie richtig reingekommen. Uns hat nichts gepackt, keine Figur und kein Moment, bei dem wir mitgefiebert hätten. Irgendwann schaut man nur noch auf schöne Bilder, statt in der Geschichte zu stecken. Für einen Film, der als Startschuss für ein riesiges Epos gedacht ist, ist das zu wenig, zumindest für uns.

Ein Film, den man mit der Kultur im Herzen fühlt
Unser Eindruck: Ramayana fühlt man wahrscheinlich wirklich nur, wenn man aus der indischen Kultur kommt und mit dieser Geschichte aufgewachsen ist. Für viele Menschen ist das Ramayana nicht einfach ein Stoff, sondern ein Teil ihrer Kindheit, ihres Glaubens und ihrer Familie. Wer die Figuren seit Jahren kennt, sieht in jeder Szene mehr als nur das, was auf der Leinwand passiert. Uns fehlte genau dieser Zugang, und ohne ihn bleibt vieles fremd und distanziert. Das ist keine Kritik an der Geschichte selbst, sondern ehrlich gesagt eher an unserem fehlenden Bezug dazu.
Fazit: Für wen lohnt sich Ramayana?
Wer mit dem Ramayana aufgewachsen ist, wird diesen Film vermutlich ganz anders erleben als wir, und für dieses Publikum ist er wohl auch in erster Linie gemacht. Wer einfach ein visuelles Spektakel auf der großen Leinwand sehen möchte, kommt bei den Effekten auf seine Kosten. Wer aber eine Geschichte sucht, die einen ohne Vorwissen packt, sollte sich auf einen langen und eher zähen Kinoabend einstellen. Wir sind gespannt, wie Teil 2 wird, und ob er uns mehr mitnimmt.
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